Aktuelles Thema: Ausländische Unternehmer in der deutschen Wirtschaft

Nelly Kostadinova bei Wirtschaftsforen in Köln und München

Ist Köln als Standort internationaler Firmen geeignet? Dies war im November die zentrale Frage einer Veranstaltung, organisiert vom Wirtschaftsclub Köln. Über das ausländische Investment am Standort Köln diskutierten Nelly Kostadinova, bulgarische Geschäftsführerin der Firma Lingua World, German Moyhzes, Geschäftsführer der Avers Group, Russland, und Mehmet Coban, türkischer Geschäftsführer des deutsch-türkischen Senders Dügün TV. Moderiert wurde die Veranstaltung von der freien Journalistin Martina Kast.

Im Mittelpunkt stand dabei das Thema, was die vier Kölner Firmeninhaber bewogen hat, in Köln ein Unternehmen zu gründen, welche Vorteile sie für den Standort Köln sehen aber auch, welchen Schwierigkeiten und Hindernissen ausländische Unternehmen  bei der Ansiedelung in Köln gegenüber stehen, und wie bereits etablierte Unternehmer ihre Position in der Domstadt sehen. „In Köln wird man schnell integriert“, in diesem Ergebnis waren sich alle Gäste der Podiumsdiskussion einig. Dabei zog auch Nelly Kostadinova ein positives Resümee. So habe sie bei der Gründung von Lingua-World überall offene Türen und die Bereitschaft zur Kooperation vorgefunden, was ihr den Start in die Selbständigkeit erheblich erleichterte. Nelly  Kostadinova ist glücklich in der Domstadt – ihrer zweiten Heimat– und deshalb überdies in sozialen Projekten engagiert.
Auch beim 7. Internationalen Tag an der Hochschule (FH) für angewandte Wissenschaften in München ging es um internationale Migration, d.h. um die interkulturellen Anforderungen beim  Wissens- und Know-how-Transfer für Aufnahme- und Herkunftsländer. Dabei referierte Nelly Kostadinova als ausländische Unternehmerin in Deutschland aus ihrer Sicht und aus ihrer Erfahrung heraus über neue Potenziale in der so genannten Aufnahmegesellschaft. Auch hier fiel das Urteil der Geschäftsführerin von Lingua-World durchweg positiv aus. In einer emotionalen Rede sprach sie über die Menschen in Deutschland, die ihr von Anfang an den Mut gegeben hatten, in Deutschland nicht nur für sich selbst eine berufliche Existenz zu gründen sondern auch ein Unternehmen zu gründen mit dem Ziel, für andere Menschen Arbeitsplätze zu schaffen.

Auf diese Weise ist ihre Firmengründung als Dankeschön an diejenigen zu verstehen, die Nelly Kostadinova als Migrantin zu Beginn ihrer Karriere in Deutschland aufgenommen und unterstützt haben.

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