Man lässt erst eine persönliche Beziehung und ein Vertrauensverhältnis entstehen, die als ein wichtiger Erfolgsfaktor angesehen werden. Mit Druck und Lautstärke würden Verhandlungen scheitern, Gespräche verlaufen höflich und harmonisch. Chinesen kommunizieren aber nicht auf eine direkte Art, wie wir Europäer. Es wird nicht zugegeben, etwas nicht zu wissen oder zu wollen.
Man vermeidet offene Konfrontationen. Ein "Nein" ist unbekannt und ein "Ja" bedeutet noch lange keine Zusage.
Keine Verpflichtung bei mündlichen Ergebnissen
Bei mündlichen Verhandlungsergebnissen besteht in China keine Verpflichtung, sich daran zu halten. So kann es vorkommen, dass bereits Festgelegtes in weiteren Verhandlungsrunden neu aufgegriffen wird. Deshalb ist es ratsam, alle Ergebnisse schriftlich festzuhalten. Eigeninitiative findet man in China selten. Es sollten immer Arbeitsanweisungen gegeben werden, denn Chinesen fühlen sich bei eigenständigem Handeln eher unwohl.
Gastfreundliche Chinesen
Gastfreundschaft ist im Land der Mitte sehr wichtig. Üblicherweise lädt man seine Besucher zu einem Bankett ein, das im Hotel stattfindet und sehr förmlich verläuft. Vor allem das Aussprechen von Toasts hat eine besondere Tradition. So werden gegenseitige Beziehungen gelobt und der Wunsch nach einer langfristigen Kooperation und Freundschaft betont. Wer zu einem Bankett eingeladen wurde, von dem erwartet man innerhalb von zwei Tagen eine Gegeneinladung. Die wichtigste Regel bei Tisch betrifft die Stäbchen: Diese sollten niemals in den Reis gesteckt, sondern immer neben der Schüssel abgelegt werden. Die Geste wird sonst als Opfer interpretiert, was einer Gotteslästerung gleichkommt.
Doing Business in China
Für deutsche Geschäftsleute gehört China ohne Frage zu einem der schwierigsten Märkte. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich Ausländer in der chinesischen Geschäftswelt einfach schwer zu Recht finden. Die wichtigsten Fähigkeiten, die Sie nach China mitbringen sollte, sind Geduld, Respekt, Hartnäckigkeit und die Bereitschaft, Kontakte aufzubauen und zu pflegen.
Business-Etikette
Einladungen und Bankette
In der Regel werden geschäftliche Bankette in Restaurants abgehalten. Alle Mitglieder einer Delegation sollten gemeinsam und pünktlich eintreffen. Man wird am Eingang empfangen und ins Bankettzimmer begleitet, wo die Gastgeber vermutlich schon versammelt sind. Traditionellerweise betritt der Leiter einer Delegation als erster den Raum. Dabei sollte man nicht überrascht sein, wenn man von einem lauten Applaus begrüßt wird. In diesem Fall sollte man zurückapplaudieren.
Kleidung
Europäern wird empfohlen, sich bei Geschäftsverhandlungen relativ förmlich zu kleiden. Frauen sollten sich elegant anziehen, aber zu kurze Röcke und tiefe Ausschnitte vermeiden. Heutzutage sind Chinesen in der Regel von Reichtum beeindruckt, daher kann es nicht schaden, schlichten Goldschmuck und eine Uhr guter Qualität zu tragen.
Begrüßung
Das Händeschütteln ist die allgemein anerkannte Form der Begrüßung. Danach folgt der feierliche Austausch der Visitenkarten. Dabei ist es ausgesprochen wichtig, erstens eine ausreichende Anzahl an Visitenkarten bei sich zu haben, die zweitens vorzugsweise auf der einen Seite einen deutschen / englischen Text und auf der anderen Seite einen chinesischen Text haben sollten. Bei der Auswahl der chinesischen Schriftzeichen für den eigenen Namen und die Firma sollte unbedingt eine Beratung aufgesucht werden, da einige Schriftzeichen bessere Bedeutungen als andere haben. Die Visitenkarte gibt und empfängt man mit beiden Händen, wobei man die Ecken der Karte zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger hält. Nach dem Empfang einer Visitenkarte sollte man diese eine Zeitlang studieren - auch wenn der Aufdruck nur in chinesischer Schrift ist. Die Visitenkarte repräsentiert die Person selbst und sollte daher mit dem entsprechenden Respekt behandelt werden. Daher gehört sie auch keinesfalls in die Gesäßtasche. Wenn Chinesen jemanden begrüßen, senken sie die Augen leicht ab. Dies ist ein Zeichen von Respekt und Ehrerbietung. Ein Besucher sollte es unterlassen, jemandem intensiv in die Augen zu sehen, da dies einem Chinesen unangenehm sein könnte.
Im Chinesischen steht der Nachname in der Regel vor dem Vornamen. Ein chinesischer Nachname besteht normalerweise aus einem Zeichen, sprich einer Silbe. Was die Anrede betrifft, so sollten Europäer wie im Englischen Mr. Miss oder Mrs. verwenden.
Quelle: business-wissen.de
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