Mehr als Sprache

Qualifizierte Dolmetscher begleiten ausländische Betroffene durch die MPU und übernehmen viele Rollen

„Mach dich auf alles gefasst, wenn es heißt: Ou, ou, ou, du musst zur MPU.“ Was der Hip-Hop-Sänger Florian Sump mit beinahe bedrohlichem Unterton in seinem Song „MPU“ besingt, ist für viele Betroffene tatsächlich ein Ereignis, dem sie mit großem Bangen entgegensehen.

Was ist die MPU und welchen Zweck hat sie?

Die MPU, kurz für „Medizinisch-Psychologische Untersuchung“ und umgangssprachlich noch immer abfällig als „Idiotentest“ bekannt, entscheidet nämlich über die – für viele Menschen lebenswichtige – Frage, ob sie ihren Führerschein wiedererlangen können oder nicht. Bei der Untersuchung geht es in erster Linie darum herauszufinden, ob ein Fahrer, dem wegen Alkohol- oder Drogen­missbrauchs bzw. verkehrs- oder straf­rechtlicher Auf­fälligkeit der Führerschein entzogen wurde, sein Verhalten und seine Einstellung künftig grundlegend verändern wird und damit in der Lage ist, verant­wortungsvoll als Autofahrer am Straßenverkehr teilzunehmen. Die MPU, die in einem Gutachten für die zuständigen Verkehrsbehörden mündet und die für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen von einem beeidigten Dolmetscher begleitet wird, besteht aus einem medizinischen, einem psychologischen und einem diagnostischen Teil. Insbesondere die psychologische Untersuchung lässt die Betroffenen nervös werden. Weiterlesen