Eine bessere Welt für benachteiligte Kinder

Die Lingua-World GmbH eröffnete Ende 2012 einen Standort in Johannesburg. Dabei spielte für Inhaberin Nelly Kostadinova nicht nur das Geschäftliche eine wichtige Rolle – vielmehr engagiert sie sich auch für benachteiligte Kinder. So spendete sie beispielsweise einem Jugendzentrum in den Townships Computer. Den Kindern bietet dies einen besseren Zugang zu Bildung – und somit gute Aussichten auf eine erfolgreiche Zukunft.

Soweto: Computer School 2

Eine große Gruppe Kinder erwartete die Besucherin aus Deutschland mit neugierigen Blicken. Die etwa 3- bis 16-Jährigen freuten sich darüber, die Person wiederzutreffen, der sie ihre Computer zu verdanken haben. Nelly Kostadinova, Geschäftsführerin und Inhaberin der Übersetzungsagentur Lingua-World, hatte dem Jugendzentrum der christlichen Organisation Youth Alive Ministries (YAM) in Soweto die moderne technische Ausrüstung gespendet. Nun können die Mädchen und Jungen in einer „Computer School“ ihre Hausaufgaben machen. Außerdem eröffnet sich für sie über das Internet der Zugang zu mehr Wissen und neuen, geradezu unendlichen Welten. „Die meisten Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, kommen aus benachteiligten Familien. Ihre Eltern können sich keine Computer leisten“, erläutert Programm-Managerin Thabile Chiliza. „Gleichzeitig sollen sie für ihre Hausaufgaben aktuelle Informationen einholen – was mit den oft veralteten Büchern der öffentlichen Bibliotheken nicht möglich ist. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Kinder nun einen Zugang zu Bildung und moderner Technik haben.“

Zwei Räume werden zur „Computer School“

„Ich besuchte die Einrichtung im November 2012 zum ersten Mal. Zu dieser Zeit eröffneten wir gerade unser Büro in Johannesburg, und ich feierte mit 150 Kindern den 15. Geburtstag von Lingua-World“, erzählt Nelly Kostadinova. „Ich war beeindruckt von der Arbeit, die die Betreuer leisten. Auch die Kinder und Jugendlichen selbst, die trotz ihres sicher nicht immer leichten Lebens in den Townships fröhlich und voller Energie waren, berührten mich sehr. Ich kam zu dem Schluss, dass ich mehr geben wollte als nur meine Zeit.“ Kostadinova erfuhr im Gespräch mit Thabile Chiliza, dass Computer dringend benötigt würden. Sie versprach, diese zu spenden und wenige Monate später zurückzukehren, um die „Computer School“ offiziell zu eröffnen.

Nun löste Nelly Kostadinova ihr Versprechen ein. Zwei Räume des Jugendzentrums, das im Südwesten Johannesburgs liegt, wurden zur „Computer School“. Bei Kostadinovas bereits drittem Besuch stürmten die Kinder voller Freude auf sie zu, als sie das Gelände betrat.

Soweto: Computer School 1

Der Kontakt zur Organisation YAM, die bereits seit 1959 pädagogische Betreuung bietet, war über den Leiter eines evangelischen Jugendzentrums in Essen zustande gekommen. Nelly Kostadinova begleitet das Weigle-Haus seit mehreren Jahren und leistet insbesondere für die Übermittagsbetreuung für Kinder mit Migrationsgeschichte finanzielle Unterstützung.

Zugang zu Wissen und die Arbeit mit modernster Technik ist auch eine Grundlage der Arbeit von Lingua-World. Denn ohne bestens ausgebildete Übersetzer und Dolmetscher und ohne Computer mit Internetanschluss könnte heutzutage eine moderne Übersetzungsagentur nicht mehr funktionieren. Das gilt für die meisten Jobs in unserer globalisierten und hochtechnisierten Welt. Nun haben auch die Kinder aus den Townships von Soweto eine Chance, an dieser Welt teilzuhaben und in ihr erfolgreich zu sein.

Schauen Sie sich ein Video über die Eröffnung der „Computer School“ an:

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