{"id":2055,"date":"2016-10-17T23:22:08","date_gmt":"2016-10-17T21:22:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/?p=2055"},"modified":"2024-03-18T11:49:40","modified_gmt":"2024-03-18T10:49:40","slug":"business-kultur-in-den-usa-think-positive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/business-kultur-in-den-usa-think-positive\/","title":{"rendered":"Business-Kultur in den USA: Think positive! And yes, that\u2019s you!"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>\u201eAmerican Way of Life\u201c<\/strong> klingt nachahmenswert: Die Amerikaner sind immer optimistisch, aktiv und am eigenen Gl\u00fcck orientiert. Doch ist diese Lebensart auch in der Gesch\u00e4ftskultur der USA verankert? W\u00e4hrend meiner letzten Reise in die Staaten sammelte ich einige interessante Erfahrungen dar\u00fcber, was jenseits des <!--more-->Atlantiks im <a href=\"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/business-kultur-in-den-usa\/\">Business z\u00e4hlt<\/a>. Ich war mit 15 anderen Unternehmern und Start-up-Gr\u00fcndern Teil\u00adnehmerin des <strong>\u201eStartup and Entrepreneur Program\u201c<\/strong> der Au\u00dfenhandelskammer USA. Veranstaltet wurde der einw\u00f6chige Business-Trip nach New York von <a href=\"https:\/\/www.nrwglobalbusiness.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NRW.International<\/a> im Rahmen der Au\u00dfenwirtschaftsf\u00f6rderung NRW.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2058\" src=\"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/pitch-night-networking.jpg\" alt=\"Pitch Night Networking\" width=\"584\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/pitch-night-networking.jpg 584w, https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/pitch-night-networking-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/pitch-night-networking-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p>Eines stellte ich bei den vielen gesch\u00e4ftlichen Treffen in den USA schnell fest: Im ameri\u00adkanischen Gesch\u00e4ftsleben ist vieles ganz anders, als in Deutschland. Der deutlichste Unterschied besteht f\u00fcr mich darin, dass <strong>\u201eDoing Business\u201c<\/strong> dort ganz massiv mit <strong>Net\u00adworking<\/strong> verbunden ist. Die US-amerikanische Expertin f\u00fcr Business-Etikette, Jacqueline Whitmore, empfiehlt tats\u00e4chlich, 30 Prozent des Arbeitsalltags f\u00fcr berufliche Beziehungs\u00adpflege einzusetzen \u2013 und auch in der Freizeit so viel wie m\u00f6glich am eigenen Netzwerk zu arbeiten. Im Unterschied zu Deutschland geht Networking in den USA viel einfacher. Denn Amerikaner sind wahre K\u00f6nner beim \u201e<a href=\"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/social-media-sprache\/\">Socializing<\/a>\u201c. Ob in Meetings oder auf Konferenzen: Der Smalltalk ist f\u00fcr sie absoluter Standard im Business und daher fester Bestandteil jedes gesch\u00e4ftlichen Termins. F\u00fcr Deutsche wirkt das sogenannte <strong>\u201eworking the crowd\u201c<\/strong> oft sehr oberfl\u00e4chlich. In den USA ist es aber v\u00f6llig normal, kurz an einen Tisch zu treten, sich vorzustellen, etwas Smalltalk zu halten und danach die n\u00e4chste Gespr\u00e4chsrunde anzusteuern.<\/p>\n<p>Diese vermeintliche Oberfl\u00e4chlichkeit hat einen entscheidenden Vorteil: Es ist in den USA viel leichter, auf Menschen zuzugehen und interessante Kontakte zu kn\u00fcpfen, als in Deutschland. Doch Achtung vor Fettn\u00e4pfchen: So locker und weltoffen die Menschen in den USA auch scheinen \u2013 es gibt eine Reihe von Gespr\u00e4chsthemen, die im Business-Alltag Tabu bleiben sollten. \u00dcber die amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten zu schimpfen ist genauso unangebracht wie die Gespr\u00e4chsthemen Religion oder Sex. Auch in den USA gilt beim Smalltalk: <strong>Unverf\u00e4ngliches wie Sport, Wetter oder Neuigkeiten aus Deutschland gehen immer.<\/strong> Allerdings sollte nicht zu viel gejammert werden \u2013 etwa \u00fcber die Politik oder den Verkehr hierzulande. Denn <strong>\u201eThink positive\u201c<\/strong>, dieses Credo des amerikanischen Lebensstils, gilt auch und vor allem in der Gesch\u00e4ftswelt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Merkmal der amerikanischen Gesch\u00e4ftswelt ist mir bei einer <strong>\u201ePitch Night\u201c<\/strong> vor rund 80 geladenen G\u00e4sten aus der New Yorker Gr\u00fcnderszene aufgefallen: W\u00e4hrend sich in Deutschland viele Startups sehr sachlich und detailorientiert pr\u00e4sentieren, z\u00e4hlt f\u00fcr die amerikanischen Kapitalgeber vor allem der Revenue. Die oft ger\u00fchmte deutsche Gr\u00fcndlichkeit kann in den USA dagegen eher ein Nachteil sein und lange Erl\u00e4uterungen von technischen Features oder dem <a href=\"https:\/\/www.lingua-world.de\/blog\/was-heisst-eigentlich-marketing-auf-deutsch\/\">Marketing<\/a> schrecken amerikanische Investoren h\u00e4ufig eher ab. Besser ist es, schnell zur Sache zu kommen, gro\u00df zu denken und eine klare Vision zu vermitteln. Es kommt in den USA in erster Linie auf <strong>schnelles Wachstum<\/strong> und eine <strong>konkrete Gewinn\u00aderwartung<\/strong> an. Daher sollten deutsche Unternehmer absolut perfekt vorbereitet in ihre Pr\u00e4sentation gehen: Umsatzzahlen und der konkrete Nutzen f\u00fcr die Zielgruppe m\u00fcssen <strong>direkt und klar<\/strong> benannt werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig geht es in den USA mehr als in Deutschland um <strong>die richtige \u201eStory\u201c zum Produkt oder zur Dienstleistung<\/strong>. Gro\u00dfspurige Visionen sind gern gesehen \u2013 sofern sie faktenbasiert und gerne auch mit ein wenig mehr Pathos als in Deutschland vermittelt werden.<\/p>\n<p>Allzu besorgt sollte aber niemand \u00fcber die Unterschiede in der Business-Kultur zwischen Deutschland und den USA sein. Denn die Amerikaner sind im Allgemeinen nicht nachtragend und sehen \u00fcber den einen oder anderen Fauxpas im Gesch\u00e4ftsleben gerne hinweg. Bedingung daf\u00fcr ist allerdings, die Bereitschaft an sich zu arbeiten. Und damit k\u00f6nnten die Deutschen ja schon einmal zu Hause anfangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u201eAmerican Way of Life\u201c klingt nachahmenswert: Die Amerikaner sind immer optimistisch, aktiv und am eigenen Gl\u00fcck orientiert. Doch ist diese Lebensart auch in der Gesch\u00e4ftskultur der USA verankert? 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