Beglaubigte Übersetzung – das Wichtigste auf einen Blick

Eine Welt, die immer globaler wird, verschafft uns viele offene Grenzen: zum Lernen, zum Arbeiten, zum Handeln, zum Leben, zum Lieben. Das geht selbst­verständlich nicht ganz ohne Papierkram ab: Studienpapiere, Arbeitspapiere, Han­dels­papiere, Aufenthaltspapiere, Ehepapiere. Sobald Sprachgrenzen überschritten werden, verlangen deutsche Behörden, Ämter & Co. davon in der Regel beglaubigte Übersetzungen. Wir erklären, was eine beglaubigte Übersetzung ist, wer sie ausstellt und was sie kostet.

Was ist eine Beglaubigung?

Mit einer amtlichen Beglaubigung bescheinigt

  • entweder ein Notar (öffentliche Beglaubigung)
  • oder eine dazu befugte Behörde (amtliche Beglaubigung),

dass eine ihnen vorgelegte

  • Unterschrift,
  • Abschrift eines Dokuments, sogenannte Zweitschrift,
  • oder Kopie

richtig sind. Richtig bedeutet, dass die zur Beglaubigung gesetzlich vorgeschriebene Unterschrift von der Person geschrieben wurde, die erklärt, was anschließend beglaubigt werden soll.

Was heißt beglaubigt?

Bei einer Dokumentenabschrift und bei einer Kopie steht „richtig“ für eine originalgetreue Wiedergabe: Original und Abschrift sind demnach identisch.

Umgangssprachlich wird das juristische „richtig“ gerne als „echt“ verstanden. Die Beglaubigung (FAQ) bestätigt also die Echtheit von Unterschrift oder Abschrift.

Was ist eine amtlich beglaubigte Übersetzung?

Eine amtlich beglaubigte Übersetzung ist eigentlich eine amtlich in ihrer Richtigkeit bestätigte Übersetzung. Denn handelt es sich bei den zu beglaubigenden Doku­menten, die Behörden oder Ämtern vorgelegt werden sollen, um fremdsprachige, müssen diese

  • erstens von der Originalsprache (Ausgangssprache) in die jeweils erforderliche Amtssprache (hierzulande: ins Deutsche) übersetzt
  • und zweitens die Richtigkeit (Echtheit) der Übersetzung bestätigt werden.

Wird die Bestätigung des Übersetzers darüber hinaus noch von einem Notar beglaubigt, spricht man im Übrigen von einer überbeglaubigten Übersetzung. Wozu anzumerken ist, dass der Notar in der Regel die „Echtheit“ des Übersetzers beglaubigt, da er nicht selbst als Übersetzer arbeitet.

Beglaubigte Übersetzung

Woran erkennt man eine beglaubigte Übersetzung?

Eine beglaubigte Übersetzung (Geburtsurkunde, Führerschein, Heiratsurkunde) trägt

  • einen Beglaubigungsvermerk,
  • einen Stempel
  • und die Unterschrift des jeweiligen Übersetzers beziehungsweise seines Übersetzungsbüros.

Alternativ kann die Beglaubigung eines Dokuments auch extra beigelegt werden.

Typische Dokumente von A bis Z, die zur Vorlage bei hiesigen Ämtern häufig beglaubigt übersetzt werden, sind:

  • Adoptionspapiere
  • Apostille
  • Attest
  • Ausweis
  • Bescheinigung
  • Diplom
  • Führerschein
  • Führungszeugnis
  • Geburtsurkunde
  • Gutachten
  • Heiratsurkunde
  • Ledigkeitsbescheinigung
  • Scheidungspapiere
  • Statut
  • Urkunde
  • Vertrag
  • Zeugnis

Sie werden aufgefordert, Ihrem Einwanderungsantrag, Antrag auf Immatrikulation oder Ihrer Bewerbung als beglaubigte Übersetzung vorzulegen? Dann sollten Sie wissen, dass je nachdem, in welchem deutschen Bundesland die beglaubigte Übersetzung vorgelegt werden soll, die Ämter und Behörden dazu noch die Unterschrift des Konsulats oder auch des Präsidenten des zuständigen Gerichts sehen wollen.

Wer darf Übersetzungen beglaubigen?

Eine beglaubigte Übersetzung im Sinne einer bestätigten Übersetzung kann Ihnen ein Übersetzungsprofi anfertigen. Es ist zwar nicht zwingend nötig, das Original­dokument vorzulegen, aber ratsam. Denn für eine beglaubigte Übersetzung muss der Übersetzer das Original vollständig übersetzen – mit sämtlichen Stempeln, Unterschriften, Zeichen und mehr. Fragen Sie gerne unsere hochqualifizierten Übersetzer nach beglaubigten Übersetzungen in Englisch, Arabisch, Rumänisch, Polnisch oder Türkisch!

Unsere Sprachexperten für Führerschein Beglaubigung, Geburtsurkunde Beglaubigung, Ledigkeitsbescheinigung Beglaubigung, Heiratsurkunde Beglaubigung und vieles mehr finden Sie hier (Auszug):

Anders ist es mit einer sogenannten beeidigten Übersetzung. Die darf in Deutschland nur ein entsprechend beeidigter Übersetzer vornehmen. Dazu muss er aufgrund seiner sprachlichen Fähigkeiten und seiner Integrität ermächtigt worden sein – hierzulande zumeist von den zuständigen Oberlandesgerichten (OLG). Der beeidigte Übersetzer genießt das Vertrauen des Gesetzgebers insofern, als dass er die Echtheit des Dokuments nur dann bestätigt, wenn diese auch wirklich nachweislich vorhanden ist.

Gut zu wissen: Aus rechtlicher Sicht gilt der Beglaubigungsvermerk unter der Übersetzung als ein einfaches Zeugnis. Das Beglaubigen von Urkunden im internationalen Rechtsverkehr nennt man auch Legalisation. Eine legalisierte Übersetzung ist eine beglaubigte Übersetzung oder eine beeidigte Übersetzung, die zudem von einem Ministerium apostilliert wurde, um in jedem Land anerkannt zu werden, das das Haager Übereinkommen Nummer 12 unterzeichnete. Die sogenannte Apostille ist eine extra Beilage, die der Übersetzung angehängt wird.

Wie viel kostet eine beglaubigte Übersetzung?

Auch wenn Sie im Internet den einen oder anderen Preis pro Normzeile oder pro Wort für beglaubigte Übersetzungen in gängige Sprachen finden, können das immer nur Richtpreise sein. Da keine Übersetzung der anderen gleicht, weder sprachlich noch inhaltlich, ist es unmöglich, die Frage „Was kostet eine beglaubigte Übersetzung?“ (FAQ) pauschal zu beantworten. Umfang und sprachliche Komplexität der Übersetzung und damit den Arbeitsaufwand für den Übersetzer und die daraus resultierenden Kosten für die beglaubigte Übersetzung kann man tatsächlich erst nach Sichtung des Originals bestimmen.

Wer macht amtlich beglaubigte Kopien in Deutschland?

In Deutschland dürfen die folgenden öffentlichen Stellen eine amtliche Beglaubigung einer Kopie vornehmen:

  • Gemeindeverwaltungen,
  • Landkreise und untere Verwaltungsbehörden, beispielsweise Gemeindebürgermeister und Gemeindesvorsteher,
  • Stadtverwaltungen (Rathaus),
  • Kreisverwaltungen,
  • außerdem von Gerichten,
  • Notaren.

Wie lange ist eine beglaubigte Übersetzung gültig?

Beglaubigte Übersetzungen sind in der Regel zeitlich unbegrenzt gültig. Aber: Häufig bestehen Behörden, Ämter und andere auf einer aktuellen Abschrift eines Dokuments samt zugehöriger beglaubigter Übersetzung. Mitunter treffen Sie daher auch auf eine kurze Gültigkeit von nur zwei bis vier Wochen. Es ist ratsam, dass Sie sich beim Empfänger der Dokumente informieren, wie aktuell diese sein sollen.

Sie benötigen eine beglaubigte Übersetzung? Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne.

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