Birlikte – das heißt zusammen­stehen und miteinander reden

Kommunikation ist einer der Schlüssel, um Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen einander näher kommen zu lassen. Die Kraft der Sprache kennt Nelly Kostadinova seit vielen Jahren. Die Chefin des Übersetzungsdienstes Lingua-World hat Sprache und Sprachen zum Mittelpunkt ihres Berufslebens gemacht.

Nelly KostadinovaDa ist es folgerichtig, dass sie jetzt als eine Vertreterin der Kölner Wirtschaft zur dritten Ausgabe des Kulturfestivals Birlikte eingeladen ist. In der Podiumsdiskussion „Wie wollen wir (zusammen) arbeiten?“ spricht Nelly Kostadinova gemeinsam mit Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke sowie Oliver Arentz vom Institut für Wirtschafts­politik iwp darüber, wie die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt gelingen kann. Welche Erwartungen treffen hier aufeinander und welche Voraus­setzungen für ein gutes Gelingen sollten erfüllt sein?

Als erfolgreiche Geschäftsfrau und Migrantin weiß Nelly Kostadinova aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, sich verständigen zu können: „Als ich 1990 aus Bulgarien nach Deutschland kam, war es für mich das Wichtigste überhaupt, die Sprache zu lernen. Nur, wer verstanden wird und mit anderen reden kann, kann auch seine Chancen wahrnehmen und Erfolg in der neuen Heimat haben.“ Für sie war der gewählte Weg der Richtige: Kostadinova machte Sprache kurzerhand zum Beruf, arbeitete als Dolmetscherin und gründete nur sieben Jahre nach ihrer Einwanderung ihr eigenes Unternehmen – den Sprachdienstleister Lingua-World.

Die Podiumsdiskussion am 1. Juni in den Räumlichkeiten der IHK Köln ist Teil der Dialogwoche im Rahmen des Kultur-Festivals Birlikte. Vom 30.5. bis zum 3.6. finden zahlreiche Gesprächsrunden statt. Neben der IHK Köln beteiligen sich auch der FC Köln, der WDR und der Verlag Kiepenheuer & Witsch. Sie laden bei Abendveranstaltungen Bürgerinnen und Bürger der Stadt ein, mit Künstlern, Wissenschaftlern und Vertretern der Stadtgesellschaft über das Thema „Wie möchten wir zusammen leben?“ zu reden. Für Nelly Kostadinova ist das genau der richtige Weg: „Mir ist es wichtig, immer im Dialog zu bleiben und offen miteinander zu reden und zu diskutieren. Ob in der Familie, in der Firma oder innerhalb der Stadtgesellschaft – nur über den Austausch entwickeln wir uns als Menschen und als Gesellschaft weiter.“ Und sie freut sich, ihren Standpunkt über die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt mit dem interessierten Publikum auszutauschen.

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